Via Rhenana   Römerstrasse am Rhein
 

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um 2400 v. Chr.

Römerberg-Mechtersheim

Bestattung der Glockenbecherkultur mit glockenförmigen Keramikbechern  als Grabbeigabe. Die besten Vergleichstücke zu dem Becher aus Mechtersheim finden sich im Rhein-Main-Gebiet, es muss daher einen Verbindungsweg entlang des Rheins gegeben haben, auch wenn dieser nicht nachgewiesen ist.

    

 

13 v. Chr.

Berg (Pfalz)

Zur Verlegung und Versorgung von sechs Legionen (ca. 36.000 Mann) für die in diesem Jahr beginnenden Germanenfeldzüge in die Legionslagern in Mainz und Xanten war eine Straßenverbindung, die das Mutterland Italien mit dem Rheinland verband unverzichtbar. Diese Straße verlief am Oberrhein zumeist entlang der Hochuferkante des Rheins.  

 

 

10-20 n. Chr.

Rheinzabern

Anlage einer Straßenstation in Tabernae (Rheinzabern), in der Reisenden übernachten oder etwas essen konnten. Straßenstationen lagen in einem Abstand von einer Tagesreise (etwa 30 Kilometer) entlang der Straße.  

  

 

etwa 40 n. Chr.

Rheinzabern

Älteste fassbare Straße. Sie bestand aus einer Kiesschüttung mit einem Lehmboden als Fahrbahn. Entlang der Straße befand sich ein 2,5 m breiter Gehweg.  

  

 

Mitte 2. Jahrhundert

Rheinzabern

Die ersten Terra-Sigillata-Töpfer aus dem Elsass brachten die Kenntnis der Herstellung der glänzend roten Feinkeramik mit, für die man nur bestimmte Tone verwenden konnte und spezielle Öfen brauchte. Die Keramik wurde über die Römerstraße und den Rhein in das rechtsrheinische Gebiet und den gesamten Donauraum exportiert.  

 

 

um 200 n. Chr.

Rülzheim

Bau einer Brücke über den Rottenbach und den Otterbach zwischen Jockgrim und Rheinzabern durch Lucius Silvianus Probus, der sein großes privates und finanzielles Engagement durch die Aufstellung von Inschriftensteinen an beiden Brücken öffentlich machen durfte.  

  

 

260 n. Chr.

Neupotz

Bei der Rückkehr alamannischer Krieger von einem Plünderungszug, bei dem sie bis tief nach Gallien in das römische Reich eindrangen, wurden beim Übergang über den Rhein einige der Boote, auf denen die Alamannen die Wagen mit der Beute verladen hatten, von der römischen Rheinflotte überrascht und versanken im Rhein.  

  

 

 

282 n. Chr.

Hagenbach

Setzen eines Leugensteins an der Römerstraße unter dem Soldatenkaiser Aurelius Carinus. Der Stein gibt die Entfernung zum nächsten Verwaltungsort Noviomagus (Speyer) mit 16 Leugen (ca. 35 Kilometer an).

    

 

369-407 n. Chr.

Rheinzabern, Maximiliansau und Seltz

Um die Rheingrenze zu sichern, initiierte Kaiser Valentinian ein Festungsbauprogramm, bei dem entlang des Rheins in u. a. Salectio (Seltz), Pforz (Maximiliansau) und  Tabernae (Rheinzabern) Festungen errichtet wurden. In der Neujahrsnacht 406 auf 407 überquerten die Alamannen bei Mainz den Rhein und zerstörten alle Grenzbefestigungen zwischen Bingen und Seltz. Damit endete die Präsenz des römischen Militärs in dieser Region.

    

 

16. November 968

Seltz

Kaiser Otto I. schenkt seiner Frau Adelheid Besitzungen in Seltz, auf denen diese im Jahr 991 am Hochufer zum Rhein ein Kloster gründete. Am 17. Dezember 999 verstarb Adelheids in Seltz und wurde in der Klosterkirche beerdigt.  

  

 

16. Jahrhundert

Bellheim

Bei Grenzbeschreibungen der Gemarkungen Bellheim, Rülzheim und Hördt wurde auf die alte Römerstraße Bezug genommen. Die Tatsache, dass die Straße dabei häufig die Gemarkungsgrenze bildete, spricht eher dafür, dass sie ihre Rolle als Hauptverkehrsweg an den häufig als „Buchstraße“ bezeichnete Weg verloren hatte.  

   

 

1739

Leimersheim

Im Zuge einer Grenzbeschreibung der Gemarkungen Leimersheim und Kuhardt erwähnt der kurpfälzische Ingenieur J. Fermont die „alte Romanerstrass“, deren „Rudera“ (Überreste) noch zu sehen seien.  

  

 

1978 bis 1989

Wörth bis Lingenfeld

Das immer höher werdende Verkehrsaufkommen seit den 50er Jahren verlangte aufgrund der zahlreichen Ortsdurchfahrten an der alten B 9 eine neue Verkehrswegeplanung. 1978 wurde mit dem Bau einer einer vierspurigen Schnellstraße zwischen Speyer und Wörth unter Umgehung aller Orte begonnen.